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21.11.2003
Die Stadtbildverträglichkeitsuntersuchung zur Kölner Hochhausplanung


Längst weißt das Kölner Stadtbild keine einheitliche Erscheinung mehr auf. Trotz vieler Bemühungen die Lage am Rhein und die spezifische Stadtsilhouette der historischen Altstadt zu erhalten. Besonders die Debatte um neue Hochhausstandorte schlägt immer wieder hohe Wogen.

Um die Kölner Diskussion dieser häufig umstrittenen Bautypologie von der emotionalen auf die konstruktiv-inhaltliche Auseinandersetzung zu führen, entwickelte das Stadtplanungsamt bereits 1994 ein Hochhauskonzept, das nun in seiner überarbeiteten Fassung von 2003 vorliegt. Es soll einen städtebaulich verträglichen Rahmen für den Bau von Hochhäusern in Köln festlegen, immer unter Berücksichtigung der „besonderen Anforderungen, die das Weltkulturerbe Kölner Dom stellt“. Darüber hinaus soll es als Planungsinstrument und Bewertungsgrundlage dienen.

Entworfen wurden Studien zu Einzelaspekten, wie den visuellen (Sichtfeldanalysen), aerophysikalischen, ökologischen, soziologischen und ökonomischen Auswirkungen von Hochhausprojekten im Stadtbild.


Sadtbildverträglichkeitsuntersuchung zur Hochhausplanung in Köln

Darüber hinaus gab das Stadtplanungsamt eine sogenannte Stadtbildverträglichkeitsuntersuchung in Auftrag, die vom Münchner Büro Peter Eisenlauer/ Maier + Neuberger im Sommer diesen Jahres durchgeführt wurde. Es handelt sich um die Simulation einer gesamtstädtischen Baumassenstudie. Dieser Studie liegen städtebauliche Entwürfe, Konzepte und des „Hochhauskonzeptes Köln 2003“ zu Grunde. Im Zentrum der Untersuchungen steht das Hochhausensemble am ´ICE-Terminal Köln-Deutz / Messe´, das im direkten Umfeld durch das ´RZVK-Hochhaus´ ergänzt wird. Um die Stadtbildverträglichkeit dieses Hochhausensembles im Zusammenhang mit sämtlichen aktuellen Hochhausplanungen sowie den Inhalten und Visionen des ´Hochhauskonzeptes Köln 2003´ visuell zu bewerten, wurden die Planungen der ´Kranhäuser am Rheinauhafen´, die konzipierten Hochhäuser auf dem CFK-Gelände´ und die potenziellen Hochhausstandorte ´Mülheimer Hafen´ und ´Deutzer Hafen´ mit den von der Stadtplanung entwickelten Hochhaus-Visionen in die Gesamtbetrachtung und Bewertung integriert.

Hierzu wurden per Computersimulation vorhandene geplante und eventuelle neue 3D-Konstruktions-Hochhäuser in reale Stadtansichten eingefügt und von acht ausgesuchten Standorte realitätsnahe Sichtfeldanalysen erstellt, die eine direkte Bewertung zulassen. Prinzipiell, so die Analysten seien, "die städtebaulichen Entwicklungsziele, den Bereich des historischen ´Deutzer Bahnhofes´... umzustrukturieren, ihn als zukunftsorientierten, zentralen und markanten Ort innerhalb des Kölner Stadtgebiets zu entwickeln... sehr gut begründet." Damit würde auf "der rechtsrheinischen Seite in Köln-Deutz ein stadtbildwirksames Zentrum ausgebilden", das aus "planerischer und städtebaulicher Sicht die angestrebte vertikale bauliche Verdichtung und die Entwicklung eines stadtbildwirksamen, zeichenhaften Erscheinungsbildes an diesem Standort legitimiert."

Die Kombination des Hochhauskonzeptes, der Stadtbildverträglichkeitsuntersuchung und des Expertengespräches am 14. November soll weitere Sachverhalte klären helfen und die Domstadt an der Schwelle zu einer neuen Stadtsilhouette definieren.


Barbara Schlei
Redaktion



Im Folgenden werden das Hochhauskonzept und die 2x10- Punkte-Checkliste der Stadt Köln und die wichtigsten Passagen der SVU in Ausschnitten aus der Originalstudie dargestellt:
sichtbeziehung dom
[+] Eine der Besten Blickachsen auf den Dom


Ausschnitte aus der Stadtbildverträglichkeitsstudie:
Anlass und Ziele

Hochhausstandorte und Eckdaten

Aufbau und Vorgehensweise

Sichtfeldanalysen

Betrachtungsstandorte

Bewertungen

Zusammenfassung und Empfehlungen

 

2 x 10-Punkte-Checkliste ///
HochHausKonzept als Download
Anlass und Ziele
Hochhausstandorte und Eckdaten
Aufbau und Vorgehensweise
Sichtfeldanalyse
Betrachtungsstandorte
Bewertungen
Zusammenfassung und Empfehlungen

Kommentare
Re: Blickbeziehungen
Einfach nur Mist.
Hat da einer nicht die Entwicklung der Bevoelkerungsstruktur der naechsten Jahrzehnte mitbekommen?Stehen nicht schon genug Bueroraeume leer?Was soll diese ewig duemmliche,ewige Konkurrenz zu Nachbarstaedten,die unsaeglich Resourcen verschwenden.Sinngemaess soll das heissen:Ist man in Koeln erst froh,wenn in Duesseldorf die Bueros leerstehen und Leute ihren Arbeitsplatz verlieren?Wem soll damit eigentlich langfristig gedient sein?
Oder ist das Marktwitschaft,wenn an anderer Stelle in Koeln Firmen ausziehen und dann dort Gebaeude abgerissen werden,weil keine Mieter mehr da sind?
Haben wir nicht genug Industriebrachen,auch mit Bahnanschluss,wo man solche Ungetueme hinbauen kann,wenn man denn glaubt,diese Dinger unbedingt bauen zu muessen.Sind die Raeume denn schon verkauft oder vermietet,oder faengt man erst damit an,Kaeufer oder Mieter zu suchen,wenn die Dinger erst stehen?Es waeren nicht die ersten Bauruinen!

Ein Kommentar von Werner Labuhn (13.12.2003)
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